Beschreibung
„Verschollen am Kap“ ist die Lebensgeschichte des bis zu meinen Recherchen als verschollen geltenden 18-jährigen Leonhard Lavater von Zürich, und jene des drei Jahre älteren Rudolf von Dach aus Lyss. Beide begegnen sich 1790 als Söldner am Kap der Guten Hoffnung und werden Freunde.
Anders als Lavater, der berufliche Karriere machen will, entflieht von Dach der Armut und gerät dabei in die Fänge von Solddienst-Werbern. Für ihn wird künftig gehandelt – während Lavater bewusst seine Schritte selber wählt.
Doch das Schicksal macht sie schlussendlich gleich. Sie segeln um die halbe Welt und sterben bereits ein Jahr später im Dschungel von Java. – Unvorhergesehen, heftig, spannend!
169 Seiten
Hardcover gebunden
1. Auflage Oktober 2025
Cover: Stefan Wegmüller, atelierste.net, Basel
Satz und Druck: Triner AG, Schwyz







wolfgang siebentritt –
Das Buch verschollen am Kap, war sehr spannend zum Lesen. So konnte man nachvollziehen wie und warum die Welt früher entdeckt wurde. Hervorragend recherchiert aus welchen Gesellschaftsschichten die einzelnen Personentypen kamen. Die einen voller Hoffnung bezahlten es mit ihrem Leben, die anderen wurden reich.
Alex Rübel –
Immer wieder findet Werner Adams bei seinen Archivrecherchen Hinweise auf spannende Lebensbilder. Mit einem der Protagonisten, mit Leonhard Lavater, bin ich weitherum verwandt. Die Portaits seiner Grosseltern sind noch in unserer Familie. Mein Interesse war geweckt. Spannend wird die Geschichte der damaligen Auswanderer aufgebaut. Die damaligen Verhältnisse dieser Handel Expeditionen sind heute kaum mehr nachvollziehbar und doch findet Adams hier einen Weg, uns mit diesem Leben anschaulich vertraut zu machen. Ich habe das spannende Buch in einem Zug gelesen.
Benedikt Arnold, Wien –
Lieber Werner
Ich sitze grad im Zug quer durch Deutschland, von Osten nach Westen und habe deinen neuen Roman zu Ende gelesen – wollte dir natürlich gleich einen frischen Eindruck schicken. Er hat sich wie immer sehr gut lesen lassen und mich jetzt auf mehreren kleineren „Etappen“ begleitet, da ich grad sonst kaum zum Lesen komme war das also eine freudige Ablenkung!
Ich bin – wie auch die letzten Male – sehr von der doppelten Arbeit beeindruckt, von der Recherche einerseits und dann, wie du das andererseits in einen ansprechenden und unterhaltsamen, spannenden Text, in ein Buch verwandelst. Quasi Wissenschaft und Kunst verbunden 🙂
Der Aufbau ist dir sehr gut gelungen: Interesse wecken (da macht so etwas wie Seite 4 absolut Sinn) und dann zwei Geschichten und zwei Reisen mit unterschiedlichen Protagonisten zu entwickeln, denen man gerne folgt und bei denen man sich fragt, wie, wann und wo sie sich treffen werden. Literarisch gelungen finde ich vor allem die Schilderungen der Reisen auf dem Wasser zu Schiff und, ganz anders, die schönen Gedanken und Bilder zur Musik und zum Musikmachen – das ist echt schön poetisch und „klingt“ beim Lesen. Auch die Gedanken auf S. 89 und die Schilderung der fiebrigen Ankunft in Batavia haben mir sehr gut gefallen 🙂
Ich wünsche dem Buch viele Leser*innen!
Liebe Grüsse, Bene
Wilma Riedi-de Crousaz –
Mit seinem Buch lässt Werner Adams uns eintauchen in eine entschwundene Welt von vor 200 Jahren. Beeindruckend sind die Details, mit denen uns der Autor teilhaben lässt an der Kameradschaft unter den Söldnern, dem Leben auf den Schiffen und der Reise über Holland ans Kap der Guten Hoffnung, wo die beiden Burschen sich ein neues Leben aufbauen möchten.
Das Buch von Werner Adams ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und fesselnd geschrieben.
Walter Reichenbach –
Walter Reichenbach Dez 2025
Da ich selbst auf der Suche nach meinen Vorfahren bin, die in Holländischen Diensten waren zu jener Zeit, hat mich das Buch sehr begeistert . Sehr gut rescherschiert!
Spannend geschrieben. Für mich ein Highlight! Ich kann das Buch nur empfehlen.
Menschliche Abgründe in allen Facetten.
Marianne Odok –
Der Anfang des Romans ist auch schon das bevorstehende Ende. Man weiss schon vom Buchdeckel, dass Leonhard nur 20 Jahre alt wird.
Wieder gelingt es Werner Adams, durch seine enormen Geschichtskenntnisse aus einigen Archiveinträgen in Familienregistern die Fäden zu einem komplexen farbigen Bilderteppich zusammenzuführen. Das Schicksal der halbwüchsigen Buben ging mir ans Herz, wie schrecklich einsam mussten sie sich fern der Familie und der Heimat fühlen. Dann kam die Wut über die rücksichtslosen Werber. Ich hatte volles Verständnis für die Reaktion von Rudolf, als er einem die Faust ins Gesicht schlägt. Die Geschichte ist überhaupt sehr emotional geschrieben. Woher hatten die Buben wohl diese Illusion, dass sie als wohlhabende junge Männer in die Heimat zurückkehren würden? Zwar stammten die beiden Protagonisten aus sehr unterschiedlichen Gesellschaftsschichten, aber Gevatter Tod macht keine sozialen Unterschiede.
Werner Adams gibt jeder seiner Figuren eine distinkte Persönlichkeit und lässt sie sich entwickeln. Darin ist er meisterhaft.
Es ist ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen.